So nah ist Freud und Leid beisammen 
Tuesday, 16 January, 2007, 11:00 -
Ich wünschte, dass mein erster Blog Eintrag ein wenig erfreulicher wäre aber dem ist leider nicht so.
Am Sonntag noch mit einer EM-Medaille völlig glücklich, kann einem der Montag so manche Überraschung bringen.
Als erstes habe ich mir eine Rückenverletzung zugezogen, die sehr schmerzhaft ist und bei der ich auf die Hilfe meiner Mutter angewiesen bin, um Socken und Schuhe anzuziehen. Da die Verletzung aber hauptsächlich auf muskulären Problemen beruht, werde ich diese mit intensiver Physiotherapie in gut einer Woche überwunden haben.
Zweitens habe ich gestern Abend durch die Medien vernommen, dass ich für die WM in St.Moritz nicht aufgeboten bin. Ich bin natürlich aus allen Wolken gefallen und war einfach sehr wütend. Ich wurde nicht einmal für Schweiz 2 berücksichtigt. Es gab verschiedene Gründe warum ich mir verarscht vorgekommen bin, diese muss man hier natürlich nicht erwähnen.
Schlussendlich wurde aber der Dezember Test für die Selektion gewertet und der ging bei mir leider voll in die Hosen, da gibt es leider kein wenn und aber. Zuerst versuchte ich noch eine weitere Ausscheidung zu erzwingen was aber nicht geklappt hat. Dies ist mein erster grosser Rückschlag seit ich Bobfahre, gerade darum fällt es mir doppelt schwer es zu akzeptieren. Aber schlussendlich liegt es bis auf ganz wenige Faktoren immer an einem selber ob man auf einem Schlitten sitzt oder nicht. Die eigene Leistung ist die Messlatte und nichts anderes und diese Messlatte kann bei mir noch viel höher gestellt werden. Nächstes Jahr wird ein anderer Bremser sich wieder an meiner Leistung die Zähne ausbeissen. So ist Sport und so wird es auch in Zukunft sein. Ich habe in kurzer Zeit sehr viel erreicht im Bobsport und dessen bin ich mir bewusst und auch sehr dankbar. Trotzdem ist mein Hunger nach Erfolg noch lange nicht gestillt. Es bringt mir nichts wenn ich nach Gründen oder Ausreden suche wieso es nicht geklappt hat, denn jeder Grund hätte von mir selber verhindert werden können. Das nächste mal werden mir diese Fehler nicht wieder passieren. Ich habe sehr gut trainiert, habe sämtliche Leistungswerte massiv verbessert und doch hat es nicht gereicht. Am Schluss zählt nur der Tag X - das ist ein Tag in einer Vorbereitungszeit von vielen Monaten - und an diesem war ich nicht bereit.
Zum Schluss möchte ich jedem der an der WM fährt ganz viel Glück wünschen und ihnen anraten die Schweiz mit voller Kraft zu vertreten, denn ich werde daneben stehen und es kontrollieren. Meinen Teil zu einer erfolgreichen WM werde ich von der Seite aus beitragen.

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Weblog eröffnet 
Monday, 15 January, 2007, 19:17 -
Juhee, mein erstes Weblog ist eröffnet!



Roman


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